Karl der Große

von Daniel, 12 Jahre; Er schrieb diese Geschichte als Beginn für die von Kindern vorbereitete „Wanderung durch Raum und Zeit“

Karl der Große hatte eine Idee. Er wollte einen Kanal für Handelsschiffe bauen. Er versuchte es vergeblich, obwohl er alle verfügbaren Bauern und Bürger hatte. Da fragte er seinen Verbündeten Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, ob dieser ihm zusätzliche Bauern und Bürger ausleihen wolle. Herr von Wallenstein gab ihm vierzig Bauern und die andern behielt er für sich. Karl der Große war sauer, nahm sie aber trotzdem an. Er dachte sich: „Ich werde ihn schon noch besiegen und seinen Thron erobern.“
Die Arbeiter waren fleißig. Zwei Monate später war dann der Kanal fertig. Anschließend schickte Karl der Große die ausgeliehenen Bauern zurück. Der Handel lief gut.

Als drei Monate vergangen waren, dachte er sich: „Eigentlich könnte ich ja Wallenstein angreifen, da ich ja genügend Soldaten habe.“ Er ließ eine Schriftrolle verfassen, auf der zu lesen stand: „Ich, Karl der Große, fordere Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein zu einem Kampf an der großen Wiese auf!“
Nachdem dies Wallenstein erfuhr, dachte er sich: „Na, dem werde ich es zeigen!“

Karl der Große ließ Schwerter, Lanzen, Rüstungen und Schilder anfertigen und bereitete sich auf die große Schlacht vor. Er forderte alle Bürger auf, auf den Marktplatz zu kommen. Sofort verkündete er die neue Nachricht, dass er Wallenstein aufgefordert hat, mit ihm zu kämpfen. Die Bürger jubelten und sagten: „Den kriegen wir doch mit links!“ Karl erwiderte: „Aber dazu brauche ich euch alle.“
Am nächsten Tag waren alle Krieger auf der großen Wiese zur Schlacht bereit. Zwei Stunden später waren bereits ein Viertel der Kämpfer von beiden Seiten gefallen. Wallenstein kämpfte immer noch mit Karl. Plötzlich hörten alle auf und dachten sich, warum sie sich eigentlich bekriegen. Sie könnten doch ein großes Volk werden. Gesagt – getan. Sie feierten zusammen ein großes Fest.

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